23.04.2015 – Sanyi -Taiwanesische Töpferkunst

Nachdem wir wieder einige Stunden im Bus verbracht hatten, erreichten wir Sanyi. Dort fuhren wir zu einer alten Töpferei, die bereits seit mehreren Generationen in Familienbesitz war. Dort verwendet man nur Tonerde aus lokalem Abbau, die mit Maschinen aufbereitet wird, die älter als ein halbes Jahrhundert sind.

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Zuerst kommt die Tonerde in eine Steinmühle, in der sie für 4 bis 5 Stunden gemahlen wird.

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Danach werden die Steine aussortiert und die Tonmasse verdichtet.

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Anschließend wird der Ton geknetet und noch einmal hydraulisch gepresst.

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Früher stellte die Töpferei viele Gegenstände des täglichen Lebens her, so wurde früher Sojasauce, Gemüse, Essig und viele andere Lebensmittel in Tontöpfen gelagert.

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Die Töpfer in dieser Töpferei sind zwischen 60 und 86 Jahren alt. Der Meister sagte uns, dass sie lieber etwas nützliches tun, als sich in Rente zu langweilen.

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Weiter ging es zum gasbefeuerten Brennofen, in dem bei ca. 1100 Grad gebrannt wird.

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Anschließend dann zum holzbefeuerten Stufenofen, in dem die Hitze durch verschiedene Brennkammern, bis zu 6 wären möglich, zieht und der mit Temperaturen zwischen 1200 und 1300 Grad brennt. Brenngut, dass hier hineinkommt, wird nicht glasiert sondern erhält eine Ascheanflugglasur und es brennen meistens mehrere Töpfermeister gleichzeitig.

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Der eigentliche Brennvorgang dauert 5 Tage, danach muss das Brenngut 3-4 Tage ruhen und abkühlen.

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Nachdem wir alles besichtigt hatten, waren wir an der Reihe, selbst etwas zu töpfern und dann ging es auch schon wieder Richtung Bus.

Es grüßt Sie aus dem fernen Taiwan

Christof Heinickel

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