Besuch bei Koyone Chaen, Teepräsentation bei Teemeister Tatsuo Takemura

 

Heute morgen ging es nach einer kurzen Nacht mit
dem Zug nach Shin Tanabe, gelegen zwischen Kyoto und Uji. Die Firma Koyone Chaen, die wir dort besuchten, hat sich der Idee verschrieben, Tee ohne die Zugabe von jeglicher Art von Pestiziden oder Dünger herzustellen. Gerade der Verzicht auf Dünger stellt in Japan eine absolute Ausnahme dar. Frau Toshiko Ono von Koyone stellte uns einen handgepflückten und handgearbeiteten Gyokuro vor, von dem nur ca. 1,5 kg hergestellt wurden. Der Teegarten, der den Rohtee für diesen Gyokuro liefert und nur etwa eine Fläche von 200 m² bedeckte, besteht ausschließlich aus über 210 Jahre alten Pflanzen, die aus Samen gezüchtet wurden und nicht, wie die meisten Teepflanzen aus geklonten Setzlingen. Auch wurde er im Gegensatz zu anderen Gyokuros statt 21 Tage, 28 Tage beschattet. Ein Tee, den Sie einfach probieren müssen! Wir konnten insgesamt 9 Päckchen von diesem außergewöhnlichen Tee für Sie erwerben. Anschließend bot uns Frau Ono einen kalt aufgegossenen Kabunomi Sencha Halbschattentee an. Auch von diesem frischen, leichten und sommerlichen Tee haben wir für Sie einige Päckchen einkaufen können.
Als letzten Tee probierten wir mit Frau Ono einen Sencha Shiga-ken, einen wunderbar milden, runden Sencha aus der Shiga Präfektur. Beim Öffnen der Teepackung schlug uns ein atemberaubend frischer Duft entgegen und als er für uns aufgegossen wurde, begeisterte er uns durch sein ausgereiftes Aroma und seine Spritzigkeit. Auch von diesem Tee konnten wir für Sie eine kleine Menge sichern.

Nach einem kurzen Mittagessen mit der Familie Ono ging es direkt zum Bahnhof, da wir eine Verabredung mit dem in Japan sehr bekannten Teemeister Tatsuo Takemura in Sumizome, einem Vorort von Kyoto hatten. Herr Takemura und seine Mutter führten für uns zu Beginn eine traditionelle Sencha Teezeremonie durch, bei der für uns der Shiga-Ken Sencha aufgegossen wurde. Anschließend wurde für uns Guricha aufgegossen, ein japanischer Grüntee, der im Gegensatz zur in Japan üblichen Teeherstellung nicht gedämpft, sondern wie die chinesischen Tees in Pfannen geröstet wurde. Dadurch wird der Tee im Aufguss leichter und fruchtiger. Eine Spezialität von Meister Takemura ist der ganz langsam und mit niedriger Temperatur geröstete Kukicha Hojicha, der uns sofort begeistert hat. Noch nie wurde uns ein so runder, aromatischer, ausgereifter Kukicha serviert, der sich so stark von jedem Kukicha oder Hojicha unterscheidet, den wir jemals verkostet haben. Das was uns am meisten faszinierte war die Tatsache, dass sich der Tee essen ließ, wie Popkorn. Wir alle, die wir an der Teeschulung teilnahmen, fingen an, immer wieder in die Schale mit den Kukis zu greifen und sie mit Genuss zu knabbern. Wenn wir wieder zurück sind, werden Sie die Gelegenheit haben, sich selbst von der Qualität dieses Ausnahme Kukichas zu überzeugen, der sogar in zahlreichen japanischen Teefachmagazinen gelobt und angepriesen wurde. Einige Päckchen dieses wunderbaren Tees reisen mit uns zurück nach Deuschland.
Da wir noch eine Verabredung mit der Firma Kyoto Seni, einer der besten Kimono Produzenten Kyotos, hatten, mussten wir uns beeilen, wieder zurück nach Kyoto zu kommen. Dort suchten wir einige sehr schöne, traditionelle Kimonos und Yukatans aus, die uns bald nach unserer Rückkehr zusammen mit einigen aus Kimono Stoff gearbeitet Geldbörsen erreichen sollten.
Sollte Sie etwas von den Tees interessieren, senden Sie uns bitte eine Mail mit einer Vorbestellung, da die Tees nur in sehr begrenzter Menge verfügbar sind.

Es verabschieden sich
Renate Schnorr, Angelika Herzing und Christof Heinickel

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