Fengxiangpo, Freitag, 13.04.2012 – Besuch des Teedorfes / Rückflug nach Wuhan

 

Heute ging unser Rückflug nach Wuhan, auf dem Weg dorthin hatten wir aber noch die Möglichkeit, das Teedorf Fengxiangpo zu besuchen. Die dort lebende Minderheit der Dong begrüßte uns am Eingang des Dorfes mit Reisschnaps, bunten Schals und einem Begrüßungslied. Gesang und Musik ist für die Dong sehr wichtig, denn bei Ihnen gibt es das Sprichwort „Essen ist für den Körper, Gesang für die Seele“.

In einem etwas höher gelegenen Teil des Dorfes stand eine große Statue von Lu Yu, dem weisen Mann des Tees, der zwischen dem 600 und 700 n.Chr. die erste Schrift verfasste, die nur von um Tee und dessen Zubereitung handelte. Rings um die Statue waren fast ausschließlich Teefelder zu sehen, auf denen die Dong Tee ernteten. An der höchsten Stelle der Teefelder stand ein Tempel, der der Großmuttergottheit geweiht war, die die Dong verehren.

Wir setzten unseren Rundweg vorbei an Teebüschen fort, zwischen denen Obstbäume gepflanzt waren, die Ihren Schatten auf die Teebüsche warfen. Wir erführen, dass dies die traditionelle Art ist, den Tee zu beschatten, damit er mehr Süße bekommt. Hierzu werden vier verschieden Obstbaumarten verwendet, die, laut den Dong, dem Tee mehr Süße geben.

Nach dieser Interessanten Entdeckung kamen wir am Teehaus an, wo für uns schon Jian Feng, einem Tee aus einer Knospe und einem Blatt in Säbelform bereit.

Für unseren Geschmack hatte dieser aber zu viele Bitterstoffe und so wurde für uns Mao Feng, der nur aus Knospen bestand. Dieser, nach seiner Haarform benannte Tee begeisterte uns vom Blatt getrunken zutiefst mit seiner feinen Süße, seiner klaren Tasse und seinem wunderschönen Duft.

Eventuell werden wir Ihnen in der Zukunft diesen Tee auch anbieten können, dies steht aber leider noch nicht fest.

Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Flughafen zu unserem Flug nach Wuhan, wo wir morgen eine große Teeverkostung geplant haben, über die es sicherlich viel zu berichten gibt.
Wir freuen uns auf Ihre Kommentare

Renate Ott-Thiel, Angelika Herzing und Christof Heinickel

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