Das National Palace Museum Taipeh und die Gongfu Cha Zeremonie

Heute war in Bezug auf Neuheiten im Teebereich ein eher ruhiger Tag, nachdem wir gestern den ganzen Tag Unterricht bei Herrn Chen hatten. Nach dem Frühstück fuhren wir in das taiwanesische Palastmuseum, um Gegenstände zur Zubereitung. Lagerung und zum Genuss des Tees aus mehreren Jahrtausenden zu bewundern und die Herstellungsweise von Porzellan, Celadon und Cloisonnearbeiten kennenzulernen.

Nach einem kurzen, aber beeindruckenden Besuch des angeschlossenen Palastgartens fuhren wir zu Herrn Hanshin, der Institution fürhandgemachtes Tongeschirr und ausgefallene Töpfer- und Glasurarbeiten. Hier wurden wir von zwei Teemeisterinnen

in die taiwanesische Gongfu Cha Zeremonie eingeführt. Die Gongfu Ca Zeremonie ist in einfachen Worten die Kunst, einen Tee zuzubereiten, der die Seele beruhigt und erfreut und durch die Auswahl der Teemenge, der Wassertemperatur und der Ziehzeit den bestmöglichen Tee aufzugießen.

Der Teemeister oder die Meisterin hält bei den einzelnen Aufgüssen die Temperatur absolut konstant, um gleichbleibende Aufgüsse zugewährleisten.

 

Die Gongfu Cha Zeremonie erfordert von Seiten des Teemeisters hohe Konzentration und Disziplin, von dem Teetrinker Geduld und die Fähigkeit, sich auf den Tee durch Betrachten des Aufgusses, dem Wahrnehmen der feinen Geruchsnuancen und durch bewusstes Schmecken der Aromabestandteile.

 

Im Anschluss an diesen hochinteressanten Lehrgang waren wir zu einem Banquett mit dem Schweizer Botschafter in Taiwan eingeladen. Von diesem Essen werden wir wohl heute Nacht träumen!
Morgen brechen wir bereits früh in die Porzellanstadt Yingge auf. Dort werden wir mit viel Glück einige schöne Tonkännchen erstehen, danach steht ein Besuch bei einem bekannten Pu-Er Hersteller auf dem Programm, der alle seine Tees selbst in China produziert, um sie dann in seine Heimat zu importieren.

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