Dai-Keramik in Jinghong


 
Nachdem sich alle Teegefährten am Flughafen in Jinghong eingefunden hatten, ging es los. Wir legten einen kurzen Zwischenstop zum Mittagessen ein (köstliche südchinesische Küche!) und erreichten frisch gestärkt eine traditionelle „Dai“-Töpferei nahe des Flusses Langcang (Mekong).


 
Bis auf das Mischen des Tons, wird bei Dai-Keramik völlig auf maschinelle Hilfsmittel verzichtet und somit eine 4500 Jahre alte Tradition am Leben erhalten. Wirklich beeindruckend mit welcher Leichtigkeit, Geduld und Sorgfalt in dieser kleinen Manufaktur Töpferkunst praktiziert wird. Zur Herstellung der Dai-Keramik wird zunächst der Boden des gewünschten Stücks auf einer hölzernen Drehplatte geformt. Anschließend werden die Wände durch auflegen von in Rollen geformten Ton modelliert.


 
Weiter wird von Hand geformt und mit Bambusspachteln und Holzwerkzeugen eine glatte Oberfläche geschaffen. Mit nassen Tüchern wird die Oberflächenstruktur weiter verfeinert. Ist die gewünschte Form fertig, wird der Rohling an der Sonne getrocknet und zum Abschluss unter sauerstoffarmen Bedingungen in einem Erdloch lediglich mithilfe eines Strohfeuers gebrannt. Die Brenntemperaturen liegen hier bei 800 – 1000 °C, weshalb die Keramik verhätnismäßig empfindlich bzgl. Bruch ist. Der Besuch bei der Töpferfamilie Meng in Mekong war eine tolle Erfahrung!


 
Jeder bekam die Möglichkeit selbst etwas zu töpfern und als krönenden Abschluss bekamen wir sogar noch ein Musikstück von der Tochter des Hauses auf einer traditionellen chinesischen Flöte geboten. Magisch!


 

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